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Francesca da Rimini

Es gibt viele Legenden und Anekdoten über die Figur der Francesca da Rimini, geboren in Ravenna 1255, Tochter des Guido da Polenta, Signore von Ravenna. Alle Berichterstatter, angefangen mit Boccaccio, sind sich über ihre freundliche und höfliche Art, ihr sensibles Gemüt und ihre engelsgleiche Schönheit einig. Das Leben von Francesca fand im Stillen und in jener Strenge statt, zu der sie die Familiengeschichte verpflichtete.Vater und Brüder waren oft weit weg, des Krieges wegen oder im Exil. Ein Hoffnungsschimmer schien in ihre monotone Existenz einzutreten, als ihr angekündigt wurde, dass sie verheiratet werden sollte, mit dem Erstgeborenen aus einem bekannten und mächtigen Haus: die Signoria dei Malatesta. Die Hochzeit kam eher aus politischen Gründen als aus Liebe zustande und der Beweggrund ist noch immer nicht ganz klar. Der eine behauptet, dass sie beschlossen wurde, um zwischen den Polenta und den Malatesta Frieden zu stiften, zwischen denen seit langem Krieg herrschte; der andere meint, dass sie im Auftrag von Guido il Minore zustande kam, um die Malatesta dafür zu belohnen, dass sie ihm geholfen hatten, Ravenna seine Herrschaft auf zu zwingen. 
  
Zu jeder Version der Liebesgeschichte der Francesca gibt es dokumentarische und literarische Quellen, die das Ereignis zum Teil gegensätzlich überliefern. Die Legende erzählt, dass Francesca bösartig betrogen wurde, weil man sie glauben ließ, dass der Ehemann Paolo Malatesta gewesen wäre, stattlich und anmutig jung, in die Geschichte mit dem Namen Paolo il Bello (Paolo der Schöne) eingegangen, und nicht Gianciotto, der wegen seiner physischen Deformiertheit und weil er weniger anziehend als sein Bruder war, auch der Krüppel genannt wurde. Francesca verliebte sich hoffnungslos in Paolo und er war es auch, der sie zum Altar führte. Aber Francesca wußte nicht, dass Paolo sie in Vertretung geheiratet hatte, das heißt im Namen und im Auftrag seines Bruders. Als sie sich am Morgen der ersten Hochzeitsnacht im Bett von Gianciotto fand, wurde ihr der Betrug bewusst, Francesca aber konnte nichts anderes machen, als die Situation so hinzunehmen. Gianciotto, verliebt in die junge Ehefrau, versuchte vergeblich sie zu erobern, indem er sie mit Geschenken überhäufte, aber sie konnte ihren Paolo nie vergessen. In jenen Jahren war ihr Ehemann Stadtvogt von Pesaro und da er seine Familie nicht mitnehmen konnte, ließ er Ehefrau und Tochter Concordia in seiner Residenz in Gradara zurück. Allein im Schloss, empfing Francesca einige Male Besuche von Paolo, der Besitztümer in der Umgebung hatte. Heftige Leidenschaft führte die beiden schließlich zum Ehebruch. Ein Diener bemerkte das Verhältnis und verriet es Gianciotto, der eines Tages, indem er vortäuschte so wie jeden Morgen nach Pesaro aufzubrechen, die Ehefrau und den Bruder allein in ihrem Zimmer überraschte. Blind vor Eifersucht, zog er das Schwert: Paolo versuchte sich durch die Falltür zu retten, die sich neben dem Eingang befand, aber, man erzählt sich, dass seine Kleidung an einem Nagel hängenblieb und sich Francesca schützend vor ihn stellte, als Gianciotto ihn erschlagen wollte, sodass der Ehemann beide tötete. Auf diese verhängnisvolle Art endete die unmögliche Liebe zwischen Paolo Malatesta und Francesca da Rimini. Das ist die bekannteste Version der Geschichte von den beiden, die Dante Alighieri als erster im V. Gesang des Inferno überliefert, in dem er sie in den Kreis der Unzüchtigen stellt, unter jene, die nicht aus brutaler Sinnlichkeit sündigten, sondern aus heftiger Leidenschaft, welche die Erhabenheit ihrer Seelen nicht angreift.


Ihr haben unzählige Künstler, ausgehend vom Settecento, Werke jeder Ausdrucksform und jeder Sprache gewidmet : Poesie, Komödien, Tragödien, Melodramen, Filme, Musik, Gemälde, Skulpturen und Schnitte. Werke, oft von großem Wert und sehr erfolgreich, die sie in der kollektiven Vorstellung von der Sünderin-Ehebrecherin in eine Heldin verwandelt haben, Opfer eines Hochzeitbetrugs und politischer Intrigen, bis daraus heute das Symbol der ewigen Treue an die erste Liebe und Leidenschaft gemacht wurde, die alles gewinnt. Ohne Ausnahme ist die Botschaft des Textes dieser Geschichte, in Prosa, in Versen oder Noten, stark und klar: Francesca ist eine verliebte Frau, ihre Leidenschaft ist ein vornehmes Gefühl und sie hat ein Recht auf die Freiheit zu lieben: die Liebe ist ewig.

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