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Das römische Reich in Rimini

Der Augustustriumphbogen
Der Augustustriumphbogen in Rimini wurde Kaiser Augustus 27 v.Chr. vom römischen Senat gewidmet. Er ist der älteste erhaltene römische Bogen. Er kennzeichnete das Ende der Via Flaminia, welche die romagnolische Stadt mit der Reichshauptstadt verband und die dann mit dem heutigen Corso d'Augusto - der decumanus maximus (Hauptstraße) - zusammentraf, der zum Beginn einer anderen Straße, der Via Emilia, führte. Der Stil ist einfach aber gleichzeitig festlich. Der zentrale große Schwibbogen, wird von zwei Halbsäulen flankiert, welche gekehlte Basen und korinthische Kapitelle besitzen. Die Clipei unmittelbar hinter den Kapitellen zeigen römische Gottheiten. In Richtung Rom finden wir Jupiter und Apollon, Richtung Stadt finden wir Neptun und die Göttin Roma. Seine Hauptfunktion neben jener des Stadttors war es, die grandiose Bronzestatue des Kaisers Augustus zu tragen, der eine Quadrille anführend dargestellt ist. Die Eigentümlichkeit des Bogens, der viel zu große Schwibbogen für das tatsächliche Einsetzen eines Tores, wird mit der friedenstiftenden Politik von Kaiser Augustus (der sogenannten pax Augustea) erklärt. Ein Stadttor, das bei der Gefahr eines Angriffs geschlossen werden konnte, war nicht nötig. Der Zinnenkranz im oberen Teil stammt aus dem Mittelalter (zirka 10. Jahrhundert), einer Zeit in der die Stadt von den Ghibellinen beherrscht wurde. Der Augustusbogen war bis zum Ende des Faschismus eines der Stadttore, als dann aber die Stadtmauern zerstört wurden, blieb er als isoliertes Monument stehen. Gemeinsam mit der Tiberiusbrücke ist er heute ein Symbol von Rimini und auf dem Stadtwappen zu sehen.

 


Das Amphitheater
Das Amphitheater von Rimini wurde im Laufe des II. Jahrhunderts errichtet und für Gladiatorenkämpfe verwendet. Für die Stadt Ariminum, die damals an der Nordgrenze der römischen Republik lag, und zu jener Zeit bereits sowohl ein Theater als auch die berühmte Tiberiusbrücke (von Augustus begonnen) vorweisen konnte, bedeutete das Amphitheater eine weitere Verbesserung des "Ranges" der Stadt. Wie für solche Gebäude damals üblich, wurde das Amphitheater am Stadtrand errichtet, wobei in diesem Fall die Nähe zum Meer für noch größere Spektakel genutzt werden konnte. Die erhaltenen Strukturen erlauben es, sowohl die Dimensionen als auch größtenteils die Funktionen des Gebäudes zu bestimmen. Die Form ist oval, so wie von allen Amphitheatern, die von Rom im ganzen Reich gebaut wurden. Die Ausrichtung der Hauptachse geht von Nordost nach Südwest. Die Arena, in der die Spiele stattfanden, maß 76,40 x 47,40 Meter und ist so fast gleich mit jener (77 x 46,50) des Kolosseums. In den vier konzentrischen, kreisförmigen Rängen, die eine Gesamtstärke von 21,80 Metern hatten, fanden ca. 10.000 Zuschauer Platz. Es gab zwei Haupteingänge, die an den engsten Stellen der Elipse plaziert waren und die Besucher über verschiedene Gängen und Treppen zu den Freitreppen ins Innere führten. Das Zentrum des Theaters war die Arena, wo die Gladiatoren zum Kampf aufeinander trafen, allerdings wurde das Gebäude nicht allzu lange für diese, seine ursprüngliche Funktion, benützt. Um gegen die immer gefährlicher werdenen Barbareninvasionen gegen Ende des römischen Reiches Widerstand leisten zu können, wurde das Amphitheater in die neu errichteten Stadtmauern eingegliedert und erhielt so eine militärische Funktion. An der Außenfassade, die aufs Meer blickte, verschloß man die Arkaden zu einer Front von 63 Metern. Das war keine Neuheit, wenn man an das Amphitheater Castrense von Rom denkt, das in die aurelianischen Mauern eingegliedert wurde. Eine andere Funktion und das traurige Schicksal vieler Denkmäler des antiken Roms war die Nutzung als Steinbruch und Latrine, in Zeiten wirtschaftlicher Einschränkungen wichtig für die Errichtung anderer Gebäude.
Nachdem die Spielfunktion verloren gegangen und die Verteidigungsfunktion nicht mehr notwendig war, wurde das Amphitheater im Mittelalter ein Lazarett. Das große Gebäude war mittlerweile schon ein ungeheurer Ruinenhaufen geworden, umgeben von verlassenem Land und, sofern nicht unbestellt, einfachen Gemüsegärten. Unveröffentlichte Dokumente von 1763, die im Stadtarchiv von Rimini aufbewahrt werden, sprechen von Ausgrabungen, geleitet vom Maurer Stefano Innocenti, auf Anfrage des Spezialisten Angelo Cavaglieri, der hoffte, eine Stadtmauer unter der Klause der Kapuziner freizulegen. Im September begannen die Ausgrabungen, im Dezember wurden Forderungen nach einem Ergebnis laut und die Kapuzinerbrüder drängten schon darauf, die Arbeiten abzuschließen. 1843 wurden die Reste der Konstruktion aufgrund der Arbeit des Stadthistorikers Luigi Tonini (1807-1874) zum Teil neu ans Licht gebracht. Hundert Jahre später, während des zweiten Weltkrieges, gab es Bombenanschläge mit sehr schweren Schäden in Rimini. Das Gebiet des Amphitheaters wurde zu einem Trümmerfeld. Bis es zu einer richtigen Restaurierung und Wertschätzung der Struktur und des umliegenden Gebietes kam, musste man bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts warten. Heute finden im Amphitheater Veranstaltungen und Aufführungen statt, als kulturelle und unterhaltsame Alternativen zu den üblichen Tagen am Strand und Nächten in der Diskothek. Donnerstags sind im Juli und August auch Führungen möglich. Man kann das Amphitheater auch gratis ohne Führung besuchen, dafür muss man sich ans Bildungszentrum CEIS in der Via Vezia wenden, wo die Schlüssel aufbewahrt werden.


Tiberiusbrücke

Die Tiberiusbrücke wurde im Zeitalter des antiken Rom erbaut. Ihre Konstruktion begann im Jahre 14 v. Chr. unter der Herrschaft von Augustus, die Fertigstellung erfolgte im Jahre 21 n.Chr. unter der Herrschaft von Tiberius. Sie ist auf dem Stadtwappen zu sehen.
Sie wurde aus istrischem Stein gebaut, genauso wie der Augustusbogen, von dem auch der einfachen aber gleichzeitig sehr harmonischen Stil übernommen wurde. Die Brücke besteht aus 5 Bögen, zwischen denen sich Blindbögen befinden, die zum Zentrum hin immer größer werden. Von der Brücke führen zwei Strassen weg, die Via Emilia, die bis nach Piacenza führt und die Via Popilia-Annia, die nach Aquileia führt. An den Seiten der Pflasterung finden sich einige Steinplatten mit lateinischer Inschrift. Auf der Brüstung zum Berg hin finden wir zwei Kerben, die dem Hufabdruck von Ziegen ähneln und dadurch zur Verbreitung der Legende der "Teufelsbrücke" beitragen. Wahrscheinlich handelte es sich um Vertiefungen zur Fixierungen von Flaschenzügen, die zum Hochhieven von Schiffsladungen verwendet wurden. Eine Kuriosität: die Tiberiusbrücke ist die einzige Stadtbrücke über den Fluss Marecchia, die das deutsche Heer während des zweiten Weltkrieges nicht zerstören konnte, obwohl sie es mehrfach versuchten. Alle anderen Brücken neueren Datums wurden schon beim ersten Versuch zu Trümmerfeldern. Noch immer ist die Brücke Teil des Straßennetzes der Stadt, außer für sehr schwere Verkehrsmittel

 

Die Stadtmauern
Die erste Verteidigungsbastion wurde gleichzeitig mit dem Abzug aus den Kolonien errichtet, und wird daher ungefähr mit 268 v.Chr. datiert. Alle anderen Bauphasen, die mit den Stadtmauern von Rimini in Verbindung gebracht werden, sind mit vielen Unsicherheiten behaftet, vor allem aufgrund der vermuteten Interventionen des öffentlichen Bauwesen, die vom Hof von Rimini ausgegangen sein könnten. Am meisten wird an einer vermuteten Phase der Modernisierung unter der Herrschaft von Sulla gezweifelt, für einige eine Tatsache, für andere aber maximal eine Vermutung. Sicher ist indes die letzte Phase der Stadtmauern, die aurelianische Periode. Die Stadtmauern wurden damals mit größter Dringlichkeit neu gebaut, um Schutz vor den bevorstehenden Überfällen der Barbaren zu bieten.

Die Stadttore
Wahrscheinlich ist das berühmteste römische "Tor" von Rimini der Augustusbogen. Jedoch muss man wissen, dass das nicht der einzige monumentale Eingang ins römischen Rimini war. Tatsächlich ersetzte der dem Augustus gewidmete Bogen ein früheres Tor, "Romana" genannt, und in die republikanische Zeit datiert, also ein paar Jahrhunderte früher. Neben dieser Vorläufer-Version gibt es noch ein anderes gültiges römisches Zeugnis mit der Porta Montanara, einem römischen Stadttor, das von Süden nach Rimini hineinführte. Dieses Tor hat 2 Schwibbögen und ist erst vor kurzem wieder an seinen alten Standort gebracht worden. Damit ist es nach etwa 50 Jahren wieder für alle sichtbar. Die anderen Stadttore, die der römischen Zeit zugeordnet werden, sind die Porta Marina und die Porta Gallica.

Das Haus des Chirurgen ("Domus del chirurgo")
Am 7. Dezember 2007 wurde das "Haus des Chirurgen" (“Domus del chirurgo”) eröffnet. Der große archäologische Komplex wurde 1989 entdeckt und der Stadt nach 18 Jahren Restaurierung übergeben. Auf einer Fläche von 700 qm finden sich verschiedene Konstruktionen, von denen die interessanteste das sogenannte Haus des Chirurgen ist. Es handelt sich um die Reste eines alten römischen Haues aus dem II Jahrhunder n.Chr. Die Ausgrabungen brachten auch andere interessante Strukturen ans Licht: darunter Reste einer spätkaiserlichen Wohnung sowie Spuren einer hochmittelalterlichen Ansiedlung mit einem großen darunterliegenden Friedhof, was auf bedeutende geschichtliche Veränderungen hinweist.
Mit Sorgfalt und Geduld haben die Archäologen aus Rimini unter der wissenschaftlichen Leitung von Jacopo Ortalli einen geschichtlich einzigartigem Schatz geborgen. Das zweistöckige Haus des Chirurgen blickte aufs Meer, das damals im Vergleich zu heute 1 km weiter entfernt war.
Von bedeutendem Interesse ist die große Zahl an Funden und Mosaiken im Inneren: da sie gut erhalten sind, erlauben sie eine sehr genaue Rekonstruktion des Hauses und geben Aufschluss über die Identität des Besitzers. Der vielleicht außergewöhnlichste Fund ist die Sammlung von 150 chirurgischen Instrumenten. Sie haben keinen Zweifel an der Identität des Hausherrn gelassen: es muss ein Arzt gewesen sein. Es scheint, dass Eutyches, wie er wohl genannt wurde, aus dem hellenischen Raum kommt und wie so oft in der Antike auf dem Schlachtfeld ausgebildet wurde. Die gefundenen Instrumente wurden tatsächlich vor allem für Knochentraumata und Wunden verwendet, was vermuten lässt, dass Eutyches ein Militärarzt war. Mosaikdetail des Haus des Chirurgen
Das Haus besaß Mauern aus Lehm, die auf gemauerten Sockeln ruhten. Von einem Innengang aus betritt man auf der einen Seite einen innen liegenden Garten, auf der anderen liegen verschiedene Zimmer. Es gab einen Speisesaal (triclinium), ein Schlafzimmer (cubiculum), und zwei Wohnzimmer. Eines der beiden beherbergt ein wertvolles Mosaik, das Orpheus zwischen Tieren zeigt. Das ist das Zimmer, wo der Arzt seine Patienten untersuchte und behandelte: ein echtes Ambulatorium. Es gab noch weitere, kleinere Räume, wie zum Beispiel einen beheizten Raum (ipocausto), eine Latrine und im Obergeschoß eine Küche mit Speisekammer. Der Einsturz des Daches nach einem Brand in der zweiten Hälfte des III. Jahrhunderts n.Chr., erlaubte die ausgezeichnete Konservierung der Mosaike, Einrichtungsgegenstände und Werkzeuge. Beim Besuch des Hauses kann man die wunderschönen Mosaike bewundern, während die chirurgischen Instrumente und die verschiedenen Werkzeuge im Stadtmuseum zu sehen sind.  


“Die Würfel sind gefallen” Cäsar in Rimini

49 v.Chr. führte der Zusammenstoß zwischen Cäsar und Pompeo zu einem Nachspiel: zu jenem militärischen Zusammenstoß, der darüber entscheiden würde, wer der neue Herrscher von Rom werden sollte und damit den Übergang von der Republik zum Kaiserreich in die Hand nehmen würde.
Hinter diesen beiden großen Persönlichkeiten stand eine ganzes Volk in zwei Lager geteilt. Das einfache Volk war auf Seiten von Julius Cäsar und die Aristokratie stand hinter Pompeo dem Großen: ein Konflikt zwischen diesen beiden würde einen echten Bürgerkrieg entfachen.
Aber warum kam es zu diesem Punkt? Was waren die Gründe, welche die Situation derart eskalieren ließen, ausgehend von der Stabilität des Triumvirats bis zum Bürgerkrieg?
Der Zusammenstoß zwischen Cäsar und Pompeo hatte seine Wurzeln in der Vergangenheit und war eng mit einer unumkehrbaren Krise der republikanischen Institutionen verbunden, besonders was die Macht des Senats und daher der aristokratischen Führung anging. Der Rest war nur fromaler Vorwand, um einen Zusammenstoß zu provozieren.
Die große Ausdehnung Roms, mittlerweile ein Reich, verlangte eine neue Form der Regierung, die nicht in der alten senatorischen Aristokratie zu finden war. Das waren ideale Bedingungen für ambitionierte Männer, um zu versuchen, die Macht in ihre Händen zu bekommen.
Als der Senat von Rom das Votum vom 1. Jänner 49 v.Chr. am folgenden 7. Jänner bestätigt, lehnte er damit das letzte Angebot Cäsars, einen Kompromiss zu erlangen, ab. Der Bürgerkrieg war für den Helden der Gallier damit unvermeidbar.
Er war aber auf jeden Fall von großen Zweifel geplagt, bewaffnet gegen seine eigene Stadt zu marschieren.

Die Statue von Julius Cäsar in Rimini
Svetonio berichtet, dass Cäsar eine ganze Nacht lang umherirrte, bevor er sich zu den Ufern des Rubicone begab, wo die 13. Legion lagerte. Dort angekommen wandte er sich im Morgengrauen des 12. Jänners 49 v.Chr. an jene Männer, die ihm am Nächsten waren, sagte:
"Wir können noch umkehren, aber wenn wir diese Brücke überquert haben, muss alles mit dem Schwert geregelt werden".
"Gehen wir dorhin, wohin mich die Wunder des Himmels und der Zorn meiner Feinde rufen: Die Würfel sind gefallen".

Der Satz, mit dem Cäsar das Schicksal entschied, das von Rom und vor allem das der Republik, ging aufgrund des großen Effektes in die Geschichte ein, da mit ihm eine unwiderrufbare Entscheidung betont wird:
Und so überquerte er den Rubicone gemeinsam mit seinen Legionären und besetzte die Stadt Rimini (Ariminum), wo er sich mit den Tribunen vereinte, die Rom verlassen hatten.
Ihre Anwesenheit wurde von Cäsar dazu verwendet, seine Entscheidung  gegenüber seinen Soldaten zu legitimieren, so dass die letzten Zweifel aus ihren Köpfen vertrieben wurden: das Einspruchsrecht der Tribunen wurde schon immer als heiliges Recht gesehen und war unverletzbar, um das Volk vor der Arroganz der Aristokratie zu beschützen.
Die Anwesenheit der Tribunen in Rimini war eindeutiges Zeugnis, dass dieses Recht verletzt worden war.
Der Schluß ist allen bekannt, Cäsar besiegte seine Rivalen und wurde neuer Herrscher von Rom. Es ist symptomatisch, dass der antike Heerführer gerade Rimini als Militärbasis wählte, als er selbst Italien als Feind betrat. Die romagnolische Provinz war tatsächlich ein geographischer Schlüsselpunkt des römischen Staates. Wer in Rimini herrschte, kontrollierte den Verkehr in der Po-Ebene und konnte über die Via Flaminia leicht nach Rom gelangen.
Der Adoptivsohn von Cäsar, Augustus, war Rimini immer sehr verbunden, was die wichtigen Werke seiner Herrschaft in Rimini beweisen. Tatsächlich veranlasste der erste wahre Prinz des neuen römischen Reiches nicht nur die Renovierung und Pflasterung der Via Flaminia auf seine Kosten, sondern errichtete in seinem Namen auch den Triumphbogen und begann mit der Konstruktion der Tiberiusbrücke.

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